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In Gabrielle Alioths Roman wird wirklich das Mittelalter lebendig, und ohne dass sie weitschweifig wird oder die Geschichte mit Fabeln statt mit Fakten ausschmückt, tritt ihre Figur Thea – wie überhaupt die Figuren dieses Romans – durch die einfühlsame Darstellung aus dem Dunkel der Historie ins Licht des Vorstellungsvermögens. (...) Im Präsens geschrieben wirkt dieser Roman in seiner Klarheit, Stringenz und Sachlichkeit ruhig, ohne an Spannung zu verlieren.
(Susanne von Mach, Main-Echo, 30./31.8.2008)
Gabrielle Alioth hat ein leidenschaftliches Historiendrama geschaffen.
(A.B., News, 4.9.2008)
Alioth zeichnet diese Vorgänge mit der Gelassenheit eines Chronisten, zugleich aber mit erzählerischer Raffinesse. Viele Textstellen verdienen es, genau gelesen und in ihrer Subtilität genossen zu werden.
(Valentin Herzog, Basler Zeitung, 12.09.2008)
Die Autorin versteht es, lebensnahe Szenen wiederzugeben. Dies ist besonders dann der Fall, wenn sie die Situation Theophanus beleuchtet, die als Griechin, als Fremde, nur bei wenigen Anerkennung findet: ein zeitloses Thema!
(Heinrich Boxler, September 2008)
In kräftigen Farben schildert Alioth die Geschehnisse und entwirft Szenen von dramatischem Pomp.
(Sandra Leis, DER BUND, 3.Oktober 2008)
Die Autorin spannt den Bogen von Krieg und Frieden, Machtgier und Intrigen, über Fremdenhass, Unterschiede und Konflikte zwischen den Kulturen, Geschlechtern und Generationen bis hin zu Liebe, Leben, Eifersucht und Tod.
(Martin Regenass, Baslerstab, 8. Oktober 2008)
Jeder Autor hat Themen, die ihn durch sein Werk begleiten, und für Gabrielle Alioth ist dies „die Subjektivität der Wahrnehmung im Kontext der Beziehung“. Sie schreibt Geschichten über die Unmöglichkeit der Liebe.
(Rita Kunze, Mitteldeutsche Zeitung, 15. Oktober 2008)
… ein grosses Panoramabild, das vom prachtvollen Konstantinopel über ein heruntergekommenes Rom bis an die
vergleichsweise elenden Höfe des deutschen Kaisers von Mainz bis Magdeburg reicht.
Alioth zeichnet sowohl das fortgesetzte Kräftemessen unter den deutschen Fürsten nach, wie sie auch mit grosser
Hingabe an das Detail die Psychologien ihrer Figuren entwickelt. (…)
Während der Roman lediglich einen Zeitraum von etwas mehr als zwei Jahren abdeckt, entsteht bei der Lektüre
dennoch der erstaunliche Eindruck, als würde das Geschehen einer ganzen Epoche ausgebreitet und ein ganzes
Menschenleben in allen Facetten und Verwicklungen erzählt. So dicht und ausgreifend hat Gabrielle Alioth
ihren Roman komponiert, so anschaulich stellt sie das Leben am Hof dar, so bewegend schildert sie die Nöte
der ihrer Heimat entrissenen Kindfrau. (…)
Im Gefolge der byzantinischen Braut befand sich auch ein Eunuch, der allmählich Theophanus Vertrauen gewinnt
und sie am Ende aus dem Netz der Intrigen befreit, indem er sich selbst einer verzweifelten Liebe zum Opfer bringt.
Ihm (…) hat die Autorin das letzte Wort gelassen. Es ist zugleich der ergreifendste Satz dieses ebenso
unterhaltsamen wie atmosphärisch genauen Romans: Wenn unsere Liebe die Menschen auch nicht besser macht, so
erlaubt sie uns doch, uns über ihre Fehler zu täuschen, und vielleicht können wir deshalb, für Augenblicke
wenigstens, glücklich sein.
(Roman Bucheli, NZZ, 9. Dezember 2008)
Wer sich vom Schicksal der jungen Kaiserin Theophanu bezaubern lassen möchte, wird mit Der Braut aus Byzanz
eine Trouvaille in Händen halten. Sorgfältig zusammengetragene Fakten und das ausgesprochen feinfühlige Einfügen
von Romanelementen machen das Werk zu einem wunderschönen Leseerlebnis.
(Rita Del'Agnese, Histo-Couch.de)
It is a fine art to endow a fascinating female character from more than a thousand years ago with a modern
consciousness without ever rendering the depiction implausible. Alioth succeeds in this feat, showing
Theopnahu’s strong, convincing sense of self.
(Irmgard Hunt, World Literature Today, March/April 2009)
Das öffentliche Geschehen, wie es auch heute ohne weiteres an den Machtzentren abläuft, findet stets seine
Entsprechung im Privatbereich der Kaiserin, womit Alioth einerseits einen spannenden historischen Roman
geschrieben hat, andererseits aber eigentlich das Psychogramm einer höchst beeindruckenden Persönlichkeit
des zehnten Jahrhunderts entwickelt, die ihre Umgebung aufmerksam verfolgt und feinfühlig beobachtet, die
hinter die Masken ihrer Mitmenschen zu sehen versteht und die sich insgesamt erfolgreich zu behaupten und
durchzusetzen vermag. Es ist ein schöner Roman, der wahrhaftig eine gute Lektüre bietet und zugleich dazu
einlädt, sich eingehender mit dieser faszinierenden Figur der Kaiserin vertraut zu machen.
(Albrecht Classen, TRANS-LIT2, Vol. XV/No. 1, Frühjahr 2009)